Über mich
Mir geht es um Kommunalpolitik, die sachlich abwägt, offen begründet und langfristig denkt. Dafür engagiere ich mich seit 2021 als Ratsherr in Adendorf und als Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft Die Unabhängigen–ABAE.
Beruflich berate ich zu Digitalisierungs- und IT-Strategie: komplexe Zusammenhänge analysieren, Interessen abwägen, tragfähige Lösungen finden. Diese Arbeitsweise nehme ich mit in den Ratssaal.
Seit 2014 lebe ich mit meiner Familie in Adendorf, ich bin Vater von zwei Kindern. Unser Haus haben wir damals selbst saniert – so bin ich zum ersten Mal tief in Baurecht, gewachsene Siedlungsstrukturen und Ortsentwicklung eingestiegen. Genau dort liegen heute meine Schwerpunkte.
Verheiratet bin ich mit Anne Fiedler. Wir sind vermutlich das erste Ratsehepaar in Adendorfs Geschichte. In der Ratssitzung ist das nicht ausschlaggebend. Da sind wir Ratsfrau Fiedler und Ratsherr Fiedler und wir sehen eine Sache auch mal unterschiedlich. Das gehört dazu.
Meine Schwerpunkte
Je knapper das Geld, desto wichtiger der Weitblick: Wer wenig verteilen kann, muss wissen, wofür. Ich frage bei jedem Beschluss: Passt das in ein Zielbild, das wir für unsere Gemeinde wollen? Und ist es die beste Entscheidung – für alle, die hier leben?
Ortsentwicklung. Neue Baugebiete gehören auf Gemeindegrund und richten sich am Bedarf vor Ort aus, nicht an Investoreninteressen. Wir brauchen den Wohnraum, der wirklich fehlt: bezahlbar, altersgerecht, für mehrere Generationen.
Wasser und Hitze. Regenwasser dort speichern, wo es fällt – Entsiegelung, Gründächer, Bäume. Das entlastet die Kanalisation bei Starkregen und kühlt den Ort im Sommer: zwei Probleme, eine Maßnahme. Das Klimaschutzkonzept ist beschlossen. Beschlossen heißt aber nicht umgesetzt.
Straßen und Verkehr. Den Verkehrsentwicklungsplan fortschreiben – und die Maßnahmen dann auch umsetzen. Verkehr muss verteilt werden, nicht verlagert, sonst schiebt man das Problem nur in die nächste Straße. Die Straßenausbaubeiträge gehören abgeschafft.
Finanzen. Erst bewerten, dann entscheiden: Folgekosten, Gegenfinanzierung und Alternativen liegen offen, bevor abgestimmt wird. Ein Fördermittel ist kein Grund, etwas zu tun, was wir sonst nicht täten.
Digitalisierung. Das ist mein Beruf – und genau deshalb bin ich skeptisch gegenüber Digitalisierung als Selbstzweck. Es zählt, was Verwaltung und Bürger tatsächlich entlastet. Jeder Weg ins Rathaus muss auch ohne Smartphone offen bleiben.
Warum ich mich politisch engagiere
Angefangen hat es 2021 mit einem Bebauungsplanverfahren. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung hatten aus meiner Sicht zu wenig Gewicht. Wir sind daraufhin von Tür zu Tür gegangen, haben mit den Anwohnerinnen und Anwohnern gesprochen und Unterschriften gesammelt. Als sich nichts änderte, war klar: Wer etwas verändern will, muss selbst Verantwortung übernehmen.
Zunächst habe ich überlegt selbst zur Wahl anzutreten. Dann habe ich aber Anne vorgeschlagen zu kandidieren, denn im Gemeinderat saßen damals wie heute deutlich mehr Männer als Frauen. Zu einer Partei hat keiner von uns gepasst. Bei den Unabhängigen–ABAE fanden wir den Rahmen, den wir suchten: keine Vorgaben von außen, kein Abstimmungszwang und das klare Ziel die Politik in Adendorf und Erbstorf zu verändern.
Ich habe zuerst nur den Wahlkampf organisiert und mich später von den anderen überzeugen lassen, ebenfalls zu kandidieren. Nach der Wahl im September 2021 wurde ich zum Fraktionsvorsitzenden gewählt.
Der Antrieb ist derselbe geblieben: zuhören, sorgfältig abwägen, fair entscheiden.