Handlungsfähig und bezahlbar
Unser Programm ist auf zehn Jahre angelegt: konkrete Ziele für Adendorf und Erbstorf, ehrlich finanziert und öffentlich nachvollziehbar. Jeder Punkt sagt, was passiert und wer es bezahlt.
Vorwort
Adendorf und Erbstorf sind Orte, in denen Menschen gerne leben – und das soll so bleiben. Wir, Die Unabhängigen-ABAE, sind eine unabhängige Wählergruppe. Wir treten an, weil wir überzeugt sind: Gute Kommunalpolitik braucht keine Parteidisziplin, sondern Sachverstand, Offenheit und den ehrlichen Willen, Dinge besser zu machen.
Dieses Wahlprogramm ist das Ergebnis eines gemeinsamen Arbeitsprozesses. In einem Workshop haben wir uns gefragt:
Wie sollen Adendorf und Erbstorf 2036 aussehen?
Was muss sich ändern – und was müssen wir beibehalten und bewahren?
Die Antworten haben wir in neun Themenfeldern gebündelt, die unser politisches Handeln in der kommenden Wahlperiode leiten werden.
2036 ist dabei unser Horizont, keine Wartezeit – was früher möglich ist, setzen wir früher um.
Wir machen keine Versprechen, die wir nicht halten können. Was wir versprechen: Transparenz darüber, was geplant ist, wie es finanziert wird und warum bestimmte Prioritäten gesetzt werden. Wir wollen eine Gemeindepolitik, die aus einem Guss wirkt – nicht reaktiv und kleinteilig, sondern vorausschauend und planvoll.
Lesen Sie, was uns antreibt. Und sprechen Sie mit uns.
Wer wir sind
Die Unabhängigen-ABAE (Aktive Bürger und Bürgerinnen Adendorf und Erbstorf) sind seit über zehn Jahren die unabhängige Wählergruppe in Adendorf und Erbstorf. Wir sind keine Partei. Wir haben kein Parteiprogramm, das uns von außen vorgeschrieben wird. Unsere Positionen entstehen vor Ort – durch Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, durch die Auseinandersetzung mit lokalen Themen und durch unsere eigene Erfahrung in der Kommunalpolitik.
Eines unserer langjährigen Kernanliegen ist die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs). Wir sind überzeugt: Straßen sind Gemeinschaftseigentum und müssen aus dem allgemeinen Haushalt finanziert werden – nicht durch Sonderbelastungen einzelner Anwohnerinnen und Anwohner.
Wir stehen für:
- Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger
- Transparenz in allen Entscheidungen
- Sachlichkeit
- Pragmatische Lösungen
Unser Leitmotiv für 2036
Alle neun Themenfelder dieses Programms folgen einem gemeinsamen Leitbild:
2036 ist Adendorf handlungsfähig und bezahlbar, weil Prioritäten, Finanzierung und Umsetzung transparent und solide organisiert sind.
- Handlungsfähig bedeutet: Die Gemeinde kann investieren, reagieren und gestalten – weil Finanzen, Verwaltung und politischer Wille ausgerichtet sind.
- Bezahlbar bedeutet: Die Kosten des Gemeindebetriebs werden fair und nachvollziehbar verteilt.
- Transparent bedeutet: Jede Entscheidung ist für alle nachvollziehbar – woher das Geld kommt, wohin es fließt und welche Alternativen es gab.
Unsere Kernforderungen
Diese acht Themen sind unser politisches Herzstück. Die Positionen, für die wir mit besonderem Nachdruck eintreten. Sie ziehen sich als roter Faden durch das gesamte Programm und werden uns in jeder Gemeinderatssitzung leiten.
Diese Kernforderungen beschreiben wie sich unsere Gemeinde in der Zukunft entwickeln soll:
Im Programm kennzeichnen wir zwei Prioritätsstufen — alle übrigen Punkte sind konkrete Einzelmaßnahmen:
- Kernforderung Themen, für die wir brennen
- Schwerpunkt Wichtige Ziele mit hoher Priorität
- Ohne Kennzeichnung Konkrete Einzelmaßnahmen
Solider Haushalt
Wirtschaft & Gewerbe
Moderne Verwaltung & Transparenz
Straßen, Verkehrssicherheit & Mobilität
Klima, Energie, Umwelt & Ortsqualität
Solider Haushalt
Planvoll steuern statt Tagesgeschäft
Wer in der Gemeinde etwas gestalten will, braucht finanzielle Handlungsfähigkeit. Dafür ist ein disziplinierter, transparenter Haushalt die Grundvoraussetzung. Wir wollen weg von Einzelanträgen und Tagesgeschäft hin zu planvoller Steuerung mit klaren Prioritäten.
Gleichzeitig stehen wir für eine faire Lastenverteilung: Investitionen, die allen nutzen, dürfen nicht auf den Schultern einzelner Anwohnerinnen und Anwohner liegen. Die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) und die Finanzierung des Straßenausbaus über den Gemeindehaushalt ist für uns ein konkreter Prüfstein dieser Haltung.
Für die Zukunft stellen wir uns den Umgang mit den Finanzen der Gemeinde wie folgt vor:
Wirtschaft & Gewerbe
Wertschöpfung bleibt im Ort
Adendorf steht im Standortwettbewerb mit Lüneburg, Scharnebeck und Bardowick. Betriebe, Arbeitsplätze und Steuerkraft hängen davon ab – und damit auch der finanzielle Spielraum der Gemeinde. Wir wollen den Standort aktiv und attraktiv entwickeln, damit sich Betriebe hier ansiedeln können. Dabei gehen wir strategisch vor: Wir werben aktiv um Betriebe, die zu Adendorf passen, schaffen gute Bedingungen und unterstützen bestehende Betriebe beim Wachsen.
Gleichzeitig denken wir Wirtschaftsentwicklung auch innerhalb des Ortes: Nahversorgung, Einzelhandel und die sinnvolle Nutzung freiwerdender Gewerbeflächen für Wohnbebauung sind Themen, die wir strategisch angehen wollen.
So soll sich der Wirtschaftsstandort Adendorf bis 2036 entwickeln:
Moderne Verwaltung & Transparenz
Schnell, klar, serviceorientiert
Gute Verwaltung ist keine Selbstverständlichkeit – sie muss aktiv gestaltet werden. Wir wollen eine Gemeindeverwaltung, die schnell, klar und serviceorientiert arbeitet. Und wir wollen, dass politische Entscheidungen für alle nachvollziehbar sind.
So stellen wir uns Verwaltung und politische Entscheidungen bis 2036 vor:
Straßen, Verkehrssicherheit & Mobilität
Fair aufgeteilt und sicher
Unsere Gemeinde wächst – und mit ihr der Verkehr. Schulwege, Radwege, Parkplatzprobleme in der Sportmeile oder am Bahnhaltepunkt: Das sind keine abstrakten Planungsthemen, sondern Alltagsfragen, die Bürgerinnen und Bürger täglich beschäftigen. Wir wollen einen Verkehrsraum, der fair aufgeteilt ist und in dem sich alle sicher fühlen.
Dazu braucht es kein Flickwerk, sondern ein verbindliches Konzept: Der Verkehrsentwicklungsplan besteht bereits, wurde aber seit 2017 nicht aktualisiert. Wir wollen ihn fortschreiben und umsetzen, damit Straßen, Fuß- und Radwege als zusammenhängendes Netz gedacht werden. Das schließt die Frage des Parkens an Freizeitanlagen ein: Hier wollen wir pragmatische Lösungen, die Anwohnerinnen und Anwohner schützen und gleichzeitig Besucherströme sinnvoll steuern.
So soll Mobilität in Adendorf und Erbstorf bis 2036 aussehen – lieber früher als später:
Klima, Energie, Umwelt & Ortsqualität
Klimaschutz, den man sieht
Wir denken Klimaschutz und Ortsqualität zusammen: Grünflächen, Treffpunkte und Aufenthaltsorte sind kein Widerspruch zum Klimaschutz – sie sind Teil davon. Adendorf braucht neben einer lebendigen Ortsmitte mehr Orte der Begegnung: Orte, an denen man verweilt, miteinander ins Gespräch kommt und die Gemeinschaft erlebt.
Lokaler Klima- und Umweltschutz sind dabei keine Luxusthemen, sie sind Daseinsfürsorge. Hitzesommer, Starkregenereignisse und steigende Energiekosten betreffen Adendorf direkt. Wir wollen Klimaschutz konkret und sichtbar umsetzen: mit entsiegelten Flächen, dezentraler Energieerzeugung und einem Ort, der sich auch bei 35 Grad im Sommer gut anfühlt.
So stellen wir uns die Entwicklungen im Bereich Klima, Energie und Ortsqualität bis 2036 vor:
Zusammenhalt & Begegnung
Beteiligung, die wirkt
Ein guter Ort zum Leben ist mehr als Infrastruktur. Er ist ein Ort, an dem Kinder sicher aufwachsen, Familien Unterstützung finden, Jugendliche ernst genommen und Ältere nicht vergessen werden. Und er ist ein Ort, in dem ehrenamtliches Engagement optimal unterstützt wird und Wertschätzung erfährt.
Wir wollen Beteiligung konkret machen: nicht als Symbolpolitik, sondern als echte Mitwirkung. Bürgerräte, Jugendrat, Bürgersprechstunden – das sind keine Pflichtübungen, sondern Werkzeuge, die wir ernsthaft einsetzen und davon profitieren wollen.
So stellen wir uns unsere Gemeinde in der Zukunft vor:
Ortsentwicklung: Wohnen für Jung und Alt
Behutsam und bezahlbar
Adendorf und Erbstorf sollen sich behutsam weiterentwickeln. Wir müssen für Wohnraum sorgen, der wirklich gebraucht wird – bezahlbar, altersgerecht und für alle Generationen. Und wir wollen geordnet bauen, damit gewachsene Wohngebiete ihren Charakter behalten.
So stellen wir uns Bauen und Wohnen in Adendorf und Erbstorf in der Zukunft vor:
Bildung
Verlässlich vor Ort
Gute Bildung beginnt vor Ort. Wir stehen für verlässliche Betreuung, moderne Schulen und Bildungsorte, die allen offenstehen.
So soll Bildung vor Ort bis 2036 aufgestellt sein:
Lebensqualität
Der Ort funktioniert im Alltag
Lebensqualität entsteht im Kleinen: ein sauberer Ort, ein schattiger Sitzplatz, ein schönes Freibad, die Straßenlaterne, die funktioniert und Schlaglöcher, die gefüllt sind. Diese Dinge klingen unspektakulär – aber sie sind es, die den Unterschied machen zwischen einem Ort, in dem man lebt oder wohnt.
Es geht darum, dass der Ort im Alltag funktioniert und sich gut anfühlt. Das schließt Freizeitangebote genauso ein, wie Ordnung, Sauberkeit und die Verlässlichkeit der Infrastruktur.
So soll sich in unserer Vorstellung die Lebensqualität in unserer Gemeinde entwickeln:
Unser Versprechen an Adendorf und Erbstorf
Dieses Programm ist kein Wunschzettel. Es ist das Ergebnis echter Auseinandersetzung mit dem, was in Adendorf und Erbstorf gebraucht wird – und was realistisch umsetzbar ist. Wir wissen, dass nicht alles auf einmal geht. Aber wir wissen auch, dass man anfangen muss.
Als Die Unabhängigen-ABAE stehen wir für eine Kommunalpolitik, die nicht nach Parteivorgabe, sondern nach Lage der Dinge entscheidet. Wir sind Ihre Stimme im Gemeinderat ohne Parteipolitik, dafür mit Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gemeinschaft.
Sprechen Sie mit uns. Kommen Sie zu unseren Veranstaltungen und Wahlständen, z. B. auf dem Rathausplatz.
Gute Kommunalpolitik beginnt mit dem Dialog.
Die Unabhängigen–ABAE
Aktive Bürgerinnen und Bürger für Adendorf und Erbstorf.
Ihre Wählergruppe für den Gemeinderat
unabhängig. parteilos. sachlich.